Knapp 200 Gartler in Abensberg
Streuobstwettbewerb, Vereinsarbeit und Zukunftsthemen: Bezirksverband zieht umfassende Bilanz in Abensberg
Regensburg (RL). Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Bezirksverbandes für Gartenkultur und Landespflege Niederbayern e.V. in Abensberg begrüßte Bezirksvorsitzender Harald Hillebrand zahlreiche Ehrengäste. Unter ihnen waren Wolfram Vaitl, Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, Bezirksrätin Hannelore Langwieser, Bürgermeister Bernhard Resch, stellvertretender Landrat Ludwig Wachs sowie Landtagsabgeordnete Petra Högl.
Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden die Preisträger des Bezirksentscheids im Wettbewerb „Streuobst – bunt und lebendig!“ ausgezeichnet und eine umfassende Bilanz der Verbandsarbeit gezogen.
Streuobstwettbewerb: Engagement für Artenvielfalt ausgezeichnet
Der Wettbewerb verfolgt das Ziel, die Bedeutung des Streuobstanbaus für Biodiversität und Kulturlandschaft stärker ins Bewusstsein zu rücken und das Engagement der Obst- und Gartenbauvereine zu würdigen.
Am Bezirksentscheid beteiligten sich acht Kreisverbände. Den ersten Platz belegte der Verein Obergangkofen (Landkreis Landshut), gefolgt von Wiesenfelden (Landkreis Straubing) und Bernried-Perlbachtal (Landkreis Deggendorf). Ein Sonderpreis ging an Mühlhausen-Geibenstetten (Landkreis Kelheim) für die Einbindung der Bevölkerung.
Der Erstplatzierte wird Niederbayern beim Landesentscheid vertreten.
Über 75.000 Mitglieder in 368 Vereinen
Im Tätigkeitsbericht wurde die Bedeutung des Bezirksverbandes als Dachorganisation hervorgehoben. Aktuell sind 368 Vereine mit über 75.000 Mitgliedern organisiert. Trotz einzelner Auflösungen konnte die Vereinslandschaft stabil gehalten und teilweise weiterentwickelt werden.
Ein zentrales Thema bleibt die Zukunftsfähigkeit der Vereine – insbesondere im Hinblick auf Mitgliedergewinnung und ehrenamtliches Engagement.
Vereinsentwicklung im Fokus: neue Impulse durch Coaching-Angebote
Im Rahmen der Versammlung wurden neue Ansätze zur Vereinsentwicklung vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Mitgliederbindung, moderner Vereinsstrukturen und zielgruppengerechter Angebote. Geplant sind hierzu regionale Workshops und Coachings für Vereine im Juli 2026.
Dabei wird auch deutlich: Ehrenamtliches Engagement verändert sich zunehmend hin zu projektbezogenen Formen. Vereine sind gefordert, ihre Strukturen entsprechend anzupassen.
Schwerpunkte: Bildung, Jugend und Naturschutz
Ein wesentlicher Baustein der Verbandsarbeit bleibt die Aus- und Fortbildung. Die Gartenpflege-Ausbildung mit mehrtägigen Kursen ist weiterhin stark nachgefragt. Ergänzt wird das Angebot durch spezialisierte Arbeitskreise, etwa im Bereich Pomologie.
Auch die Jugendarbeit entwickelt sich positiv: In Niederbayern bestehen derzeit 125 Kinder- und Jugendgruppen. Förderprogramme und Bildungsangebote unterstützen die Nachwuchsarbeit nachhaltig.
Im Bereich Naturschutz setzt der Verband weiterhin auf Projekte wie „Bayern blüht – Naturgarten“. In Niederbayern wurden bislang über 700 Gärten zertifiziert.
Konkrete Projekte und Termine 2026
Für das laufende Jahr sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, darunter Fachkurse, Jugendleitertreffen, Gartenreisen sowie Aktionen wie „Tag der offenen Gartentür“. Zudem startet die Vorbereitung auf den Dorfwettbewerb 2027.
Ehrenamt stärken und Strukturen sichern
Die Versammlung unterstrich die zentrale Bedeutung des Ehrenamts für die Arbeit der Gartenbauvereine. Ziel bleibt es, die Rahmenbedingungen zu verbessern, Engagement zu fördern und die Vereinsstrukturen langfristig zu sichern.
Text: Dipl.-Ing. (FH) Harald Hillebrand
Bild: Sämtliche Ehrengäste, die Vorstandschaft und die Spargelköniginnen freuen sich über die große Beteiligung.