B.B.W. Abensberg eröffnet FairMarkt

B.B.W. Abensberg eröffnet FairMarkt

B.B.W. Abensberg eröffnet FairMarkt

Wie geplant, hat das Berufsbildungswerk Abensberg den neuen "FairMarkt" kurz nach dem Gillamoos eröffnet.

„Das Berufsbildungswerk kann junge Menschen nur so gut ausbilden, wie es ihm gelingt, die realen Arbeitsbedingungen in den Betrieben und Unternehmungen abzubilden. Mit dem neuen „FairMarkt“ ist uns ein weiterer wesentlicher Schritt gelungen, unsere jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes heranzuführen“, sagt der Gesamtleiter des Berufsbildungswerkes in Abensberg Walter Krug anlässlich der Segnung des FairMarktes. Damit dort die Ausbildung im Einzelhandel den Ansprüchen der Wirtschaft entspricht, wurde ein neues Raumkonzept umgesetzt. Die Kunden werden die moderne und einladende Ausstattung schätzen – da ist sich Walter Krug sicher.


Ausbildung – vielseitig und anspruchsvoll
Der Vorsitzende der Katholischen Jugendfürsorge, Domkapitular Dr. Roland Batz, spendet den Segen für die neuen Räumlichkeiten. In seiner Ansprache stellt er heraus: „Dieser FairMarkt ist mehr als nur ein Lebensmittelmarkt. Denn hier werden Zukunftschancen eröffnet. Junge Menschen mit Förderbedarf finden einen Ausbildungsplatz als Verkäuferinnen und Verkäufer und Kaufleute im Einzelhandel. Sie bekommen dadurch die Chance nicht nur fachlich, sondern auch in ihrer Persönlichkeit zu reifen. Die KJF hat einen sogenannten ‚Lebensmittelpunkt‘ geschaffen. Denn an diesem Ort ereignen sich Begegnung, Förderung und natürlich im ganz klassischen Sinn Handel. Was hier geschaffen wurde, bezeichne ich als eine ‚win-win-win-Situation‘.“

Eine realitätsnahe Ausbildung ist in allen Werkstätten und Ausbildungsbereichen des Berufsbildungswerkes St. Franziskus oberste Prämisse. Im neuen FairMarkt finden externe und interne Kunden ein breites Sortiment an Lebensmitteln und Waren für den täglichen Bedarf. Die Auszubildenden treten direkt mit den Kunden in Kontakt, stehen für Anfragen zur Verfügung und beraten die Kundschaft in allen Belangen. Besonders beratungsintensiv ist das breit gefächerte Angebot an Babyausstattung, das der FairMarkt bereithält.

KJF-Direktor Michael Eibl misst der professionell unterstützten und begleiteten Ausbildung, bei der die individuellen Bedürfnisse junger Menschen mit Förderbedarf im Mittelpunkt stehen, große Bedeutung bei: „Echte Chancen auf berufliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben haben benachteiligte junge Menschen nur dann, wenn sie im harten Wettbewerb auf dem ersten Arbeitsmarkt mithalten können. Unser Berufsbildungswerk bietet in 14 Berufsbereichen und 36 Ausbildungsberufen hervorragende und realitätsnahe Rahmenbedingungen und bestens qualifizierte Fachkräfte, die sich für die Auszubildenden einsetzen.“


Inklusiv und regional
Mit dem FairMarkt, direkt integriert in die Räumlichkeiten in Abensberg, bietet das B.B.W. einen zweiten Standort für die regionale Nahversorgung. Der erste Standort in Langquaid, die Franziskus-Drogerie, eröffnet im November 2012, schreibt mittlerweile Erfolgsgeschichte. „Wir sind stolz darauf, nach dem Drogeriemarkt in Langquaid jetzt auch mit dem FairMarkt einen weiteren herausfordernden Ausbildungsbereich anbieten zu können“, erklärt Walter Krug, „die Ausrichtung des FairMarktes auch für die regionale Versorgung des Stadtnordens der Stadt Abensberg unterstreicht einmal mehr den inklusiven Charakter unseres Berufsbildungswerkes.“


Band zwischen Berufsbildungswerk und Stadt Abensberg noch enger geknüpft
Der Umbau des Ausbildungsbereiches Einzelhandel war im Haus bereits angedacht und konnte nach Auflösung des Ausbildungsbereiches Metzgerei auch gut umgesetzt werden. Abensbergs Bürgermeister Dr. Uwe Brandl hat sich für dieses Projekt gleich erwärmen können. „Ich gratuliere herzlich zum neuen FairMarkt, und ich freue mich, dass Sie damit eine weitere Verbesserung des Einkaufsangebotes in Abensberg schaffen. Ich meine damit nicht alleine mehr Verkaufsfläche – das BBW ist Ausbilder, ein großer Arbeitgeber in der Region und Partner der Stadt Abensberg in vielen Bereichen“, erklärt Brandl.

„Das Warenangebot im neuen FairMarkt ist nicht zuletzt Ergebnis eines Informationsabends, den die Stadt Abensberg und das B.B.W. im April 2016 veranstaltet hatten. Wir waren alle überrascht, wie groß das Interesse der Bevölkerung am künftigen BBW-Einkaufsangebot ist. Ich gratuliere Herrn Krug und seinem Team und wünsche dem FairMarkt Abensberg viel Erfolg“, so Brandl weiter. Tatsächlich brachten bei dem Bürgerforum Bürgerinnen und Bürger ihre konkreten Wünsche ein und so haben die Verantwortlichen im B.B.W. die Sortimentsplanung darauf abgestimmt. Mit Parkplätzen direkt vor der Haustür ist der Einkauf überdies komfortabel. Ja, das B.B.W. St. Franziskus ist mit dem FairMarkt bestens gerüstet, um den Abensbergern beste Qualität in der Nahversorgung im Bereich Lebensmittel zu bieten.


Das lernen die Auszubildenden
Die Auszubildenden im FairMarkt lernen wie in jedem größeren Supermarkt die kompletten Einzelhandelsvorgänge: Sie nehmen die Waren an und räumen sie ein. Sie erfassen diese im Warenwirtschaftssystem, kümmern sich um die Kunden und bieten eine fachgerechte Beratung und kassieren ab. Das seien nur einige ihrer vielseitigen Tätigkeiten, erklärt der zuständige Marktleiter und Ausbilder Herr Karl Hagen. Sein gelebtes  Motto ist: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Er will die jungen Menschen fundiert auf die Anforderungen und Herausforderungen des ersten Arbeitsmarktes vorbereiten. „Das ist oberstes Ziel und dabei berücksichtigen wir ihrer individuellen Stärken und Interessen.“


Weiterführende Informationen
Der FairMarkt ist in der Regensburger Straße 60 in Abensberg ab Zufahrt zum B.B.W. gut ausgeschildert. Auf knapp 300 qm umfasst das Sortiment neben frischem Obst und Gemüse, verpackte Lebensmittel, eine Bäckertheke mit Waren der hauseigenen Bäckerei, eine warme und kalte Metzgertheke, viele Waren des täglichen Bedarfs im Bereich Drogerie und Babyausstattung. Drei Ausbilder/innen und eine Teilzeitkraft sind sowohl für den FairMarkt als auch für unseren Franziskus Drogeriemarkt zuständig und bilden aktuell 36 Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Kaufleute im Einzelhandel aus.

Das B.B.W. hat in den Umbau inklusive Kernsanierung und Ausstattung 450.000 Euro an Eigenmitteln, erwirtschaftet aus dem laufenden Betrieb, investiert. Es erfolgte keine institutionelle Förderung.

(Text: Christine Allgeyer; Foto: Ingo Knott)

Im Foto von links KJF-Direktor Michael Eibl, Erster Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, Domkapitular Dr. Roland Batz, Ausbildungsleiterin Gerlinde Dubb und Walter Krug, Gesamtleiter des Berufsbildungswerkes in Abensberg.

 



Veröffentlicht von Ingo Knott , 07.09.2017
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