Digitalisierung: Händler müssen Strategien entwickeln

Digitalisierung: Händler müssen Strategien entwickeln

Digitalisierung: Händler müssen Strategien entwickeln

Die IHK für die Oberpfalz und den Landkreis Kelheim bietet beim nächsten Zukunftsforum Handel am 30. September 2015 Informationsangebote zum Thema Online-Handel

Die IHGK schreibt dazu: "Die Digitalisierung gehört zu den großen Herausforderungen des Handels. Um sich für Händlerinnen und Händler im IHK-Bezirk als Ansprechpartner zu positionieren, startet die IHK jetzt eine E-Commerce-Offensive. Beim Zukunftsforum Handel, einer gemeinsamen Veranstaltung der IHKs Regensburg und Niederbayern am 30. September 2015 in Straubing, diskutieren Einzelhändler mit Handelsexperten über Konzepte die sich bewährt haben. Weitere Seminare und Sprechtage folgen.

„Für viele Händler wird es Lösungen geben“, verspricht IHK-Handelsexperte Dr. Matthias Segerer. Nach der Einführung der Selbstbedienungsläden sei dies die zweite große Revolution im Handel, weiß Segerer. Bis 2018 erreiche der Online-Handel in manchen Branchen an die 50 Prozent. „Wenn Sie heute in einen DHL-LKW hineinschauen, sehen Sie sehr viele Pakete von Amazon und Zalando, so Dr. Ernst Stahl von ibi-Research. Sein Forschungsinstitut ist gerade dabei die statistischen Zahlen zum Onlinehandel für das Jahr 2015 zu aktualisieren.

Kundenwünsche entscheidend

„Der stationäre Handel gerät durch den Online-Handel zunehmend in Bedrängnis und muss Strategien entwickeln, sich weiterhin am Markt zu profilieren“, rät Dr. Jürgen Helmes, Hauptgeschäftsführer der IHK Regensburg. Er sieht Wachstumschancen sowohl für Händler, die sich stationär engagieren, als auch solche, die ihren Schwerpunkt auf den Onlinehandel setzen. Entscheidend sei, sich auf den Kunden zu beziehen, der seinem Kauf- und Beratungswunsch entsprechend, mal den Online-, mal den Stationären-Handel bevorzugt. Den Käufer der Zukunft nennt Stahl den „selektiven Online-Shopper“. Mit ihm identifizieren sich heute bereits 31 Prozent der Deutschen, Tendenz steigend. Die traditionellen Handelskäufer dagegen „sterben aus“. Aktuell sind das aber immer noch gut 50 Prozent. In der Altersgruppe der unter 30 Jährigen sinkt dieser Prozentsatz aber auf 23.

Kundenfrequenz in den Innenstädten sinkt

Als weiteren signifikanten Wert für das veränderte Einkaufsverhalten nennt Dr. Ernst Stahl die sinkende Kundenfrequenz in den Innenstädten. Mit einem Passantenrückgang seit 1997 um 20 Prozent steht Regensburg nicht alleine da. Wer als stationärer Händler Erlebnis- und Service-Werte in seinem Ladengeschäft hochfahren kann, wird profitieren. Dr. Reinhard Rieger nennt als gelungenes Beispiel den Wandel des Modehauses Garhammer im niederbayerischen Waldkirchen. Waldkirchen als Ausflugsziel für Modebewusste, die sich am Ende einer inspirierenden Shopping-Tour im angeschlossenen Sterne-Restaurant verwöhnen lassen.

Das Zukunftsforum Handel

Wie die zukünftigen Trends im Handel aussehen? Welche Strategien in Zeiten der Digitalisierung erfolgreich sind? Und was Konsumenten zum Kauf bewegt? Diese und viele weitere Fragen werden innerhalb von Fachvorträge und Best-Practice Beispiele aus der Region beim Zukunftsforum Handel am 30. September in Straubing beantwortet. welches die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim und die IHK Niederbayern in Kooperation mit ibi research veranstalten. Neben Fachvorträgen von Ulrich Eggert, einem der führenden Trendforscher für Konsum und Handel sowie von Dr. Hans Georg Häusel, dem Experten in der neuronalen Marketingforschung werden vor allem Best Practice Beispiele von regionalen Händlern im Mittelpunkt stehen. So wird das Erfolgsgeheimnis gelüftet, warum das Modehaus Garhammer gerade in Waldkirchen so erfolgreich sein kann oder wie das Teehaus Bachfischer in Regensburg das typische „Touch and Feel“ Produkt Tee auch erfolgreich ins Internet gebracht hat."

Mehr Informationen zum „Zukunftsforum Handel" am 30. September unter www.ihk-regensburg.de/veranstaltungen

Bildunterschrift: IHK-Geschäftsführer Dr. Reinhard Rieger, Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes, Dr. Matthias Segerer und Dr. Ernst Stahl sind überzeugt: Händler müssen online und offline kombinieren. (Foto: Weigl)

 

Dies ist eine Presseinformation der IHK Regensburg/Kelheim.



Veröffentlicht von Ingo Knott , 27.07.2015
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