Aventinus - Pionier der Geschichtsforschung

Aventinus - Pionier der Geschichtsforschung

Am Donnerstagabend (16. April 2015) wurde im Aventinum ein neues Buch über einen bedeutenden Abensberger veröffentlicht.

Auf die Spuren von „Aventinus - Pionier der Geschichtsforschung“, so der Titel des Buches, hatte sich die Kulturjournalistin Dr. Christine Riedl-Valder aus Beratzhausen begeben, erschienen ist das Werk in der Reihe „kleine bayerische biografien“ im Verlag Friedrich Pustet, Regensburg.

Das Aventinum ist, so Abensbergs Erster Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, natürlich „genau der richtige Ort“ für die Buchvorstellung, ohnehin ist das sanierte Gebäude Abensbergs „Kulturstätte Nummer Eins“. Für Museumsleiter Dr. Tobias Hammerl schließe das Buch eine Lücke, denn die aktuellste Veröffentlichung über Leben und Werk von Johannes Turmair stamme aus dem Jahr 1977; damals verfasst von Eberhard Dünninger.

Für den Verleger Friedrich Pustet wiederum sei es selbstverständlich, dass ein neues Buch zu Aventinus nun in der viel beachteten Reihe „kleine bayerische biografien“ erscheine. Und Autorin Dr. Riedl-Valder lässt keine Zweifel an der Bedeutung von Aventinus für Bayern und Deutschland aufkommen - er sei Begründer der Römerforschung, Bayerns erster Kartograph und „Urvater“ der Archäologie.

Feige war der 1477 als Gastwirtssohn Johannes Turmair geborene Aventinus nicht - der bedeutende Humanist galt als kritischer Freigeist und wurde, wahrscheinlich wegen seiner Kontakte zu reformatorisch gesinnten Kreisen, sogar für elf Tage inhaftiert. 1534 starb Aventinus in Regensburg.

Im Foto von links nach rechts: Museumsleiter Dr. Tobias Hammerl, Verleger Friedrich Pustet, Autorin Dr. Christine Riedl-Valder; 1. Bürgermeister Dr. Uwe Brandl.



Veröffentlicht von Ingo Knott, 17.04.2015
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