Gillamoos soll familienfreundlich bleiben

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Richtigstellung zum Artikel „Querelen um zwei Gillamoos-Zelte“ in der Mittelbayerischen Zeitung vom 10.05.2019.

Die von Josef Neumeyer  im o.g. MZ-Artikel wiedergegebenen Aussagen sind in den wesentlichen Punkten falsch! Die Stadt als Veranstalter arbeitet mit aller Kraft daran den Gillamoos als Familienfest zu erhalten. Dazu gehört auch eine maßvolle Preisgestaltung an der im Besonderen die Brauereien mitzuwirken haben. Hohe Bierpreise, hohe Belastungen der Festzeltbetreiber und zudem sechsstellige Defizite, die der Steuerzahler der Stadt zusätzlich tragen soll, können nicht der Weg im Sinne aller Abensberger sein.

 

„Hofbräu wäre im Vorfeld gerne gehört worden“

Am 29. November 2018 wurde ein entsprechendes Gespräch mit allen Betroffenen geführt. Zudem gab es das klare Angebot der Stadt, die Zahlen und Berechnungen der Platzgelder einzusehen. Dieses Angebot nahm die Brauerei Hofbräu bis heute nicht in Anspruch. Vertraglich vereinbart mit den Brauereien ist genau dieses Einsichtsrecht und nicht mehr. Stattdessen meint Herr Neumeyer offensichtlich, er könne bestimmen, ob und in welcher Höhe die Stadt Platzgeld zur (Teil-) Deckung der Kosten verlangen kann.

Joseph Neumeyer erschien auch nicht zu einem Termin mit den drei beteiligten Brauereien, der am 29. April stattfand. Es ist falsch, dass dieser Termin „geplatzt“ sei. Die Brauerei Kuchlbauer teilte hierzu am 26. April per Mail mit, dass Elisabeth Riepl und Jacob Horsch zum Gespräch ohne Rechtsbeistand kommen, „um in konstruktiver Weise eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung des Sachverhalts zu realisieren.“ Das Gespräch fand dann am 29. April ohne Anwalt und ohne Brauerei Hofbräu statt. Herr Horsch von der Brauerei Kuchlbauer hat in einer Mail vom 10. Mai an die Stadt den anderslautenden Darstellungen von Hofbräu widersprochen und sich von dessen Vorgehen distanziert. Fest steht: „Der Hofbräu“ suchte und sucht nicht das Gespräch mit Verantwortlichen der Stadt.

 

 

 

 


Hofbräu: „Wir müssen die Verträge nicht unterschreiben“

Die Brauerei Hofbräu hat, wie die Firmen Kuchlbauer und Otten, ein grundsätzliches Zulassungsrecht zum Gillamoos, allerdings zu den aktuell gültigen Bedingungen, ausdrücklich sind das gemäß den notariellen Gillamoosvereinbarungen auch die Platzgelder. Die Zulassungsbedingungen werden seit Jahren jeweils im aktuellen Zulassungsvertrag geregelt und wurde bisher immer von allen inkl. Hofbräu per Einzelvertrag bestätigt und angenommen. Dabei handelt es sich um Regeln, an die sich alle Beteiligten zu halten haben. Anders wäre die Durchführung einer Veranstaltung in dieser Dimension schlichtweg nicht möglich. Nimmt jemand die Bedingungen nicht an, bzw. lehnt er z.B. das Platzgeld ab, dann gibt es keine Zulassung und damit keinen Vertrag. Ein Automatismus wie von Hofbräu behauptet, kann aus der Natur der Sache nicht bestehen. 

Josef Neumeyer hat gegenüber Vertretern der Stadt und der Mittelbayerischen Zeitung mehrfach geäußert, dass er das Platzgeld nicht akzeptiert. Die eigentliche Frist zur Vertragsabgabe ließ er verstreichen. Alle Verträge der anderen Brauereien wurden fristgerecht abgegeben. Wenn die Brauerei Hofbräu kein Interesse mehr an einer Gillamoos-Teilnahme hat oder das Fest für sie nicht mehr genug Profit abwirft, geben wir gerne anderen die faire Möglichkeit, mit uns zusammen ein schönes und familienfreundlich Fest (wohl auch zu günstigeren Preisen) zu organisieren.

Die mehrfachen Bitten der Stadt, die Brauereien mögen ihre Gewinne und Verluste, ihre Preiskalkulationen etc. vorlegen blieben unbeantwortet.

Niemand zwingt den Hofbräu, einen Vertrag oder ein Platzgeld zu akzeptieren. Wir haben ihm aber trotz seines indiskutablen Verhaltens bis Montagmittag, 13. Mai, Zeit gegeben, um seine Position zu überdenken.

 

Gillamoos soll familienfreundlich bleiben

Der Gillamoos ist eine Marke und ein Fest, das die Stadt im Sinne der Allgemeinheit schützen muss. Die Stadt kann nicht tatenlos dabei zusehen, wie durch die Profitsucht Einzelner der Gillamoos gefährdet wird.

Die Stadt will ein vernünftiges Familienfest mit gutem Angebot und angemessenen Preisen. Wir wollen kein Fest, dass sich die Besucher nicht mehr leisten können und das der Steuerzahler zusätzlich mit einem sechsstelligen Betrag subventionieren muss.

 

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