Gelebte Energiewende

sonnenblumegross

Die Stadt Abensberg bemüht sich seit 15 Jahren um eine ganzheitliche Energiereduzierung. Die Stadt investierte in großem Umfang, um die Grundlagen für ein klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften zu schaffen. Weitreichende Erfolge konnten bereits erzielt werden: der CO2-Ausstoß wurde drastisch reduziert, der Stromverbrauch und die Heizkosten sind gesunken.
Das ehrgeizige Ziel der Babonenstadt heißt: 2030 vollkommene Energieautarkie.

Nahwärme

Seit Jahren existieren Heizverbünde in Abensberg zwischen Bauhof, Jugendzentrum und Kläranlage sowie zwischen Grundschule, Mittelschule, Kinderkrippe und Kindergarten.

Die Stadtwerke Abensberg prüfen ständig neue Möglichkeiten, um Nahwärmenetze aufzubauen.

Die städtische Nahwärmeversorgung der Altstadt mit einer Heizzentrale am Altstadtrand wurde unterirdisch errichtet, sodass diese optisch kaum in Erscheinung tritt und das Ensemble der historischen Altstadt nicht stört.

Die Anlage ist auf eine Spitzenleistung von 1000 kW Wärme ausgelegt. Die Wärmegrundlast wird mit einem Holzpelletkessel erzeugt, die Spitzenlasten werden zusätzlich mit einer Gaskesselanlage bedient.

Bei der momentanen Auslastung wird die Anlage bereits 2.000.000 kWh Wärme erzeugen und dadurch im Vergleich zu Einzelheizungen ca. 648 to / a CO2 einsparen. Die weitere Erschließung der Altstadt erfolgt auf Nachfrage der Anlieger. Die geplanten Nahwärmeleitungen werden ca. 65% des Altstadtbereichs abdecken.

Das zweite städtische Nahwärmenetz befindet sich in der Stadionstraße. Angeschlossen daran sind die Turnhalle und die Vereinsgaststätte des TSV sowie drei Mehrfamilienhäuser.
Momentan werden durch diesen Heizverbund ca. 135 to / a CO2 eingespart.
Produziert werden in dieser Anlage 685 kW Wärme. Ausreichend Kapazitäten nach oben sind vorhanden.

Interessierte Anlieger, die sich dem Heizverbund anschließen möchten, können sich jederzeit vom städtischen Nahwärmeberater Heribert Eichstädter beraten lassen.

 

Photovoltaik

Die Stadtentwicklungsgesellschaft betreibt aktuell 12 Photovoltaikanlagen in Abensberg mit einer Gesamtleistung von 331,40 kW.

Da die Photovoltaikanlagen von der Stadtbau-gesellschaft betrieben werden, kommt der finanzielle Ertrag, der 2011 ca. 235.000 € betrug, allen Abensberger Bürgern zugute.

Zusammen mit den privaten Photovoltaikanlagen wird in Abensberg das 5,2-fache / Einwohner an Solarstrom im direkten Vergleich zum Bundes-durchschnitt produziert.

Aktuell belegt Abensberg in der Solarbundesliga unter den Kleinstädten Platz 22.

Die Stadtbaugesellschaft ist bemüht, die Solarstromproduktion kontinuierlich auszubauen.

hauptschuleabensberg

Die Agenda 21 wurde im Jahr 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro von 172 Staaten verabschiedet. Sie ist ein umweltpolitisches Leitpapier zur Förderung der Nachhaltigkeit.

Die konkrete Umsetzung dieses Programms auf kommunaler Ebene ist die Lokale Agenda 21.

In Abensberg wurde 1999 hierzu ein Arbeitskreis gegründet, nachdem das Programm vom Stadtrat abgesegnet wurde. Dieser befasst sich seither mit der nachhaltigen Zukunftsentwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur, Umwelt und gesellschaftliches Leben.

Ansprechpartner ist Bürgermeister Dr. Uwe Brandl.