Stadt unterstützt Zertifizierung naturnaher Gärten

Stadt unterstützt Zertifizierung naturnaher Gärten

Ab sofort unterstützen wir die Zertifizierung naturnaher, privater Gärten im Stadtgebiet.

 

Nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Abensberg , Josef Weber, kann diese Zertifizierung ab sofort erfolgen. „Nur im Winter natürlich nicht“, lacht er. 1. Bürgermeister Dr. Uwe Brandl freut sich, dass durch diese Aktion die bereits bestehenden naturnahen Gärten eine Aufwertung erfahren und dass das Bewusstsein um die Vielfalt unserer Umwelt gefördert wird. Dabei übernimmt die Stadt Abensberg die Kosten für die Zertifizierung, die der OGV Abensberg zusammen mit dem OGV-Kreisverband durchführt.

Die Obst- und Gartenbauvereine beraten die Gartenbesitzer und führen durch qualifizierte Mitglieder die Zertifizierung durch. Nach erfolgreicher Zertifizierung erhalten die Gartenbesitzer eine Urkunde und die Plakette „Bayern blüht – Naturgarten“. Die Kosten betragen für Mitglieder von Obst- und Gartenbauvereinen 40 Euro, für Nicht-Mitglieder 60 Euro – diese werden von der Stadt Abensberg nach erfolgreicher Zertifizierung übernommen.

Thema bewusst machen
Die Stadt Abensberg wird die Zertifizierungen begleiten und das Thema im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit bewusst machen. 1. Bürgermeister Dr. Uwe Brandl: „Wir hoffen darauf, dass sich der eine oder andere Gartenbesitzer mit unserer Unterstützung Gedanken macht, ob sein Garten lebt oder ob er lediglich Design-Qualitäten besitzt.“

Wer Interesse hat, wende sich an die Stadt Abensberg, die sich mit der Annahme zur Kostenübernahme bereit erklärt. Die Interessenten werden an den örtlichen Obst- und Gartenbauverein weiter geleitet, der dann die nötigen weiteren Schritte unternimmt. Bürgermeister Brandl will die Unterstützung der Zertifizierungen zeitlich vorerst nicht eingrenzen: „Das Bienenthema ist keine Eintagsfliege.“

Was ist ein „Naturgarten“?
Die wichtigsten Kriterien der Gartenzertifizierung „Bayern blüht – Naturgarten“ sind diese: 1 Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel 2 Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger 3 Kein Einsatz von torfhaltigen Substraten zur Bodenverbesserung 4 Hohe ökologische Vielfalt - Biodiversität 5 Mindestens sieben Naturgarten-Elemente wie zum Beispiel: Ein wildes Eck/ Zulassen von Wildkraut/ Wiese und Wiesenelemente/ Vielfalt der Lebensräume/ Laubbäume/ Blumen und blühende Stauden als Insektennahrungspflanzen/ Gebietstypische Sträucher und Gehölze 6 Bewirtschaftung und Nutzgarten: Komposthaufen/ Gemüsebeet, Kräuter/ Mischkultur, Fruchtfolge, Gründüngung, Mulchen/ Nützlingsunterkünfte/ Obstgarten, Beerensträucher/ Regenwassernutzung, Bewässerung/ Umweltfreundliche und regionaltypische Materialwahl.

 

Mehr Informationen zu den Voraussetzungen finden Sie hier.

 

Wer mitmachen möchte, schreibe an die Stadt Abensberg, Kennwort Naturgarten, Münchener Str. 14, 93326 Abensberg.

Zum Foto „Gärten Ödnis Ausstellung“ im Anhang: Bei der Ausstellung „Gärten - Ödnis oder Oase“ im April im Aventinum reifte die Idee. (Text, Foto: Knott)



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Veröffentlicht von Carolin Wohlgemuth, 22.08.2019
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