Abensberger Rathaus  | © Stadt Abensberg

Die Nebengebäude liegen in Trümmern

In drei Phasen zum sanierten Rathaus

Was erwartet Sie, wenn die Bauarbeiten zur Sanierung des historischen Rathauses im Herzen der Stadt Abensberg beginnen? Stadtbaumeister Gerhard Rölz hat nun die zeitlichen Abläufe festgezurrt und gibt eine Übersicht, was wann geschehen wird. Die Abläufe sind in drei Phasen aufgeteilt. 

 

  1. ab sofort bis April 2018: Straße einspurig befahrbar, während Entkernungs- und Abbrucharbeiten
  2. Mai 2018 bis April 2019: Vollsperrung mit Fußgängerweg während des Erstellen des Rohbaus 
  3. Mai 2019 bis Mai 2020: einspuriger Verkehr in der Dollingerstraße während des Innenausbaus 

 

Phase 1, ab sofort bis April 2018 laufen die Entrümpelungs- und Entkernungs-Arbeiten. Die Abbrucharbeiten beginnen erst nach dem Faschingsgillamoos. Dann geht’s richtig los. Das ehemalige Kassenhäusl, das Rathaus-Nebengebäude, das ehemalige Holzapfel-Haus und das ehemalige Gruber-Haus werden – buchstäblich – dem Erdboden gleichgemacht. Dann schlägt die Stunde eines Tiefbau-Spezialisten; er sorgt für Bohrpfahlwände zur Baugrubensicherung, bevor ein erster Aushub erfolgt und die beauftragten Firmen die Gründungspfähle setzen. Insgesamt rechnet Projektleiter Rölz mit rund 1.100 Kubikmeter Aushub – es sind teilweise Kellerräume vorhanden, deshalb entspricht die Menge „nur“ der durchschnittlichen Unterkellerung eines größeren Einfamilienhauses.

In dieser Zeit, vom 19. Februar bis zum 16. März 2018, ist die Dollingerstraße einseitig gesperrt, es kann – zum Beispiel, wenn eine Giebelwand eingerissen wird – auch zu stundenweisen Vollsperrungen kommen. Die Dollingerstraße ist in dieser Zeit als Einbahnstraße ausgeschildert (von Richtung Stadtplatz in die Dollingerstraße zum Aventinusplatz). Die Umleitung erfolgt über die Theoderichstraße und die Weinbergerstraße.

 

Phase 2, Mai 2018 bis April 2019: Die Vollsperrung für den Fahrzeugverkehr ist nun unumgänglich, wobei wir einen Fußgängerweg in eineinhalb Metern Breite aufrecht erhalten können. Die beauftragten Firmen erstellen den Rohbau. Dies erfordert Materialanlieferungen, einen Kran, Baubuden, Toilettenanlagen und dergleichen. Die Platzverhältnisse im Stadtkern schrumpfen, sodass die Straßensperrung unumgänglich ist. Anwohner und Unternehmen, die davon betroffen sind, sind bereits informiert. „Am Gillamoos oder bei anderen Anlässen werden wir natürlich versuchen, den Gehweg auszuweiten“, so Rölz.

 

Phase 3, Mai 2019 bis Mai 2020: Einspuriger Verkehr in der Dollingerstraße ist wieder möglich. Der Innenausbau der neuen Rohbauten und des historischen Rathaus-Ensembles wird geleistet. „Wenn alles so durchgeführt werden kann, wie wir das planen, dann sind wir im Mai 2020 fertig.“ Allerdings – so eine große Baustelle im Herzen einer Stadt bietet genügend Faktoren, die Pläne hinfällig werden lassen. Es gibt private Baustellen drumherum, Wind und Wetter oder die überhitzte Baukonjunktur - das kann zu Verzögerungen und Umplanungen führen. Allerdings ist auf Sicht alles geregelt, die Bautrupps stehen bereit oder sind schon aktiv. Alle Maßnahmen sind mit Feuerwehrkommandant Konrad Bauer abgesprochen, alle nötigen Zufahrten sind gewährleistet.

 

Eine Baustelle, noch dazu in dieser Dimension, bringt immer gewisse Unannehmlichkeiten mit sich. Unser Projektteam arbeitet vorausschauend daran, dass sich diese in Grenzen halten und hofft auf Ihr Verständnis. Bei Fragen oder Problemen erreichen Sie Projektleiter Gerhard Rölz unter 09443 9103 42 oder unter gerhard.roelz@abensberg.de.

Letzter Blick hinter die Kulissen

Seit Jahrhunderten prägt unser Rathaus das Bild des Stadtplatzes und ist zudem Anlaufstelle für sämtliche Belange der Abensberger Bürger. Nun stehen Veränderungen an: Mit dem Umbau dieses altehrwürdigen Gebäudes und dem damit verbundenen Umzug der Verwaltung in die Münchner Straße für die nächsten zwei Jahre geht eine Ära zu Ende. 

Das Bild des Abensberger Stadtplatzes, beliebter Treffpunkt und Herzstück der Innenstadt, bestimmen die Häuser, die ihn umgeben. Dabei fallen, neben den herrschaftlichen Wohn- und Geschäftshäusern, vor allem zwei imposante Bauwerke auf: das Gasthaus zum Kuchlbauer und das historische Rathaus. 
In seiner Funktion als Sitz der Stadtverwaltung ist letzteres aus dem Alltag der Abensberger nicht wegzudenken. Ob zur Meldung im Einwohnermeldeamt oder zum Bezahlen eines Strafzettels in der Stadtkasse – diese und viele weitere Tagesgeschäfte werden dort abgewickelt. Ein Ort also, der jeden Bewohner Abensbergs betrifft.
Zu diesem funktionalen kommt ein emotionaler Aspekt hinzu: nicht nur, dass der Stadtplatz vor dem Rathaus seit langem nicht mehr Parkplatz, sondern gemütlicher Aufenthaltsort und Terrasse der Gastronomiebetriebe ist. Er ist außerdem Schauplatz vieler Abensberger Festlichkeiten, denen unter anderem das Rathaus erst ein entsprechendes Flair bietet. Als Beispiele seien hier nur der Adventskalender des Abensberger Kunstkreises direkt am Gebäude selbst sowie das künstlerisch gestaltete Glockenspiel am Giebel erwähnt. 

Am Samstag, den 20. Januar, bot das Stadtmuseum Abensberg im Zuge seiner Veranstaltungsreihe „Wie´s früher war …“ eine letzte Möglichkeit, die Räume zu besichtigen. 
Nach den einführenden Worten der dritten Bürgermeisterin der Stadt Frau Gertraud Schretzlmeier und des Museumsleiters Dr. Tobias Hammerl begann zunächst Archivleiter Herr Piendl mit seinen Ausführungen. Er sprach im bis auf den letzten Platz voll besetzen Foyer des Herzogskastens von den unterschiedlichen Nutzungen und Umbauten im Laufe der Jahrhunderte. So dienten zum Beispiel die Räume im Erdgeschoss lange Zeit als Schranne und Brothaus, waren also zentrale Orte der Versorgung und des Handels. Daneben fanden, bis zur endgültigen Nutzung als reines Verwaltungsgebäude, fanden zeitweise ein Tanzsaal und die lokalhistorische Sammlung sowie die Bibliothek dort ihren Platz. Auch Wohnraum bot das Rathaus – zumindest der Familie des jeweiligen Stadtschreibers in den Jahren zwischen 1819 und 1945. Über den langen Zeitraum seines Bestehens lässt sich das Rathaus demnach durchaus als „multifunktionales“ Gebäude bezeichnen – und bietet dementsprechend spannende Geschichten! Erwähnung fanden daneben unter anderem auch zwei historische Glocken, von denen Untersuchungen aus dem Jahr 1924 zur Folge mindestens eine bereits 1442 gegossen wurde. Deren Geschichte, aber auch andere Details zur Nutzung der Räume stießen bei den Besuchern auf Interesse und regten zu Nachfragen an. 
Zur Erläuterung der gegenwärtigen und künftigen Gestaltung des Abensberger Rathauses folgte anschließend eine Führung durch das Gebäude selbst, die Herr Rölz von Bauamt leitete. Auch und vor allem hier war der Ansturm der Besucher gewaltig, sodass die Verantwortlichen zwischenzeitlich vor der Frage standen, ob die zahlreichen Interessenten überhaupt zeitgleich in den ehemaligen Verwaltungsräumen Platz finden würden. 

Warum sanieren wir das Rathaus?

Wir sanieren für Sie!

Unsere Abensberger Schulen stehen vorbildlich da, der Herzogskasten ist ansprechend saniert, das neugestaltete Aventinum preisgekrönt. Nur ein städtisches Gebäude - ein ganzer Gebäudekomplex - ist noch ein Schandfleck: das denkmalgeschützte Rathaus mit seinen Nebengebäuden im Zentrum der Altstadt. 

Erfreulicherweise sind inzwischen am Stadtplatz auch alle Fassaden saniert - nur die des Rathauses noch nicht. NOCH - denn jetzt geht´s los: der Umbau beginnt! Wir halten Euch hier auf dem Laufenden.

Stadtplatz Abensberg Rathaus | © Julia Köglmaier
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