Großübung mit 120 Rettungskräften

Großübung mit 120 Rettungskräften

Großübung mit 120 Rettungskräften

"Gasexplosion" auf dem ehemaligen Buchenrieder-Gelände.


Am Freitagabend (1. Oktober 2021) konnte nach langer Zeit endlich wieder eine Großübung mit Beteiligung mehrerer Hilfsorganisationen in Abensberg stattfinden. Auf dem ehemaligen Buchenrieder-Gelände, auf dem die Gebäude in der darauf folgenden Woche zum Abbruch freigegeben worden sind, bot sich die ideale Kulisse für das von den beiden Kameraden Christopher Neumeyer und Tobias Münter erarbeitete Großschadensereignis.

Die Szenerie: Bei Abrissarbeiten ist es zu einer Gasexplosion gekommen, bei der ein Gebäude komplett eingestürzt ist und mehrere Arbeiter unter Trümmern begraben hat. Durch das Herumfliegen teils brennender Teile wurden unter anderem Paletten sowie ein geparkter PKW entzündet. Ein in der Halle beschäftigter Arbeiter wurde durch einen umgestürzten Tank schwer eingeklemmt. Die auftretende Druckwelle hat zwei Arbeiter, die an einem Silo eine Funkantenne zurückbauen wollten, erfasst und einen der beiden durch die geöffnete Dachhaut in den Dachstuhl einstürzen lassen. Auf der Flucht aus dem Gefahrenbereich ist eine weitere Person in einen Schacht gefallen und blieb dort verletzt liegen.

Zehn "Verletzte" waren verteilt
Bei dieser Großübung waren zehn Verletzte über das gesamte Schadensgebiet in unterschiedlichen Lagen verteilt. Einige der Verletzten wurden dabei sehr realitätsnah von Mimen dargestellt. Etwa 120 Rettungskräfte der DLRG Abensberg, des BRK Abensberg, Mainburg, Langquaid und Kelheim, der BRK Rettungshundestaffel sowie der Feuerwehren Abensberg, Offenstetten, Sandharlanden und Neustadt/Donau waren in die Abarbeitung der Schadenslage eingebunden. Besonders beeindruckend waren die vierbeinigen Retter der BRK Rettungshundestaffel – die Mantrailer, Trümmer- und Flächensuchhunde fanden einen Arbeiter in den Trümmern, zwei Personen auf dem Gelände, von denen eine in einen Schacht gefallen war, sowie zwei weitere, welche in das angrenzende Waldgebiet geflüchtet waren.

Sehr anspruchsvolle Großübung
Das Schadensgebiet wurde von der Einsatzleitung in Abschnitte aufgeteilt und die Aufgaben wurden dann von den jeweiligen Einheiten abgearbeitet. Der Bereitstellungsraum für alle Einsatzfahrzeuge war zunächst im Kreuzungsbereich Staatsstraße/Buchenrieder-Gelände. Das hat sicherlich bei einigen Verkehrsteilnehmern zu einer kurzzeitigen Irritation geführt, konnte aber nicht verhindert werden, um die Rettungskräfte in der Folge zielgenau einsetzen zu können. Bei dieser anspruchsvollen Großübung mit einer hohen Zahl an Verletzten, bei der sowohl die Brandbekämpfung als auch die technische Hilfeleistung gleichzeitig im Vordergrund stehen sollten, wurde die, über die Organisationen greifende Hilfeleistung geprobt. Bei der Abschlussbesprechung betonte eine Helferin: „Für mich ist das schon ein herausragendes Bild, wenn sich Helfer von DLRG, BRK und Feuerwehr gleichzeitig um einen Verletzten kümmern und diesen gemeinsam versorgen.“

Dank an Helfer und Spender
Die anschließende von Daniel Ritz von der Kanzlei RNHS & Partner gespendete Verpflegung fand im Gerätehaus statt und so konnten alle Retter gemeinsam die Großübung noch einmal besprechen. Der Dank aller Beteiligten gilt auch der Brauerei Kuchlbauer für das Übungsgelände, dem Team der realistischen Unfalldarstellung, Marco Holzhäuser für die Fotos, dem Baggerbetrieb Amesreiter, der bei der Vorbereitung tatkräftig unterstützt hat sowie allen haupt- und ehrenamtlichen Helfern.


Text: Thorsten Schwartz. Fotos: Marco Holzhäuser

Im Foto oben eine Szenerie der Großübung. Im ersten Bild der Galerie die beiden hauptverantwortlichen Planer, Tobias Münter und Christopher Neumeyer. Dazu weitere Fotos vom Abend.

 



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Veröffentlicht von Ingo Knott , 15.10.2021
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