Gillamoos: Ausschreibung ist angelaufen

Gillamoos: Ausschreibung ist angelaufen

Aktuelle Informationen zum Thema.


Werkausschuss (Sitzung am 14. Mai 2019) und Stadtrat (Sitzung vom 7. Oktober 2019) der Stadt Abensberg haben beschlossen, entsprechend den klaren Empfehlungen der Kanzlei Ederer, den Betrieb eines Weinstadels und eines Festzeltes für den Gillamoos 2020 auszuschreiben. Die Ausschreibungsmodalitäten sind auf der Homepage der Stadt Abensberg veröffentlicht. Bewerbungen für den Betrieb eines Bierzeltes und eines Weinzeltes sind seit dem 18. Oktober 2019 bis spätestens 29. November 2019, 10 Uhr, schriftlich bei den Stadtwerken Abensberg möglich.
 
Hier sind die Ausschreibungsdetails.
 
Die Stadt Abensberg erhofft sich durch die Ausschreibung, dass der Gillamoos insbesondere mit Blick auf die Preisgestaltung und Attraktivität als traditionsreicher und familienorientierter Jahrmarkt gesichert werden kann. In der jüngeren Vergangenheit wurde von den Betrieben Kuchlbauer, Hofbräu und Jungbräu insbesondere mit Blick auf das sogenannte Platzgeld und die Oide Wiesn Fragen aufgeworfen, die eine Überprüfung der bisherigen Platzzuteilung notwendig machten.

Platzgelder sind fair
Die Platzgelder, die die Stadt zur teilweisen Deckung ihres Gillamoosdefizits von den Betreibern erhebt, sind fair und angemessen und niedriger als bei vergleichbaren Festveranstaltungen oder Jahrmärkten.
 
Preisspirale durchbrechen
Wesentlich ist, dass die Brauereien, die bisher die Zulassungen erhalten haben, den Festwirten das Platzgeld weiterverrechnen und zum Teil zusätzliche Zahlungen abverlangen. Auch die Einkaufspreise, die die Festwirte für die Getränke an die Brauereien bezahlen müssen, sind ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Kalkulation der Endpreise. Die Stadt hat die Firmen Kuchlbauer, Hofbräu und Jungbräu mehrfach gebeten, ihre Gewinn- und Verlustrechnungen sowie die Kosten offen zu legen, die den Festwirten aufgelastet werden. Dazu 1. Bürgermeister Dr. Uwe Brandl: "Wir müssen zu Gunsten der Gillamoosbesucher und der Festwirte die Preisspirale, die sich zum Beispiel beim Bierpreis rasant Richtung zehn Euro bewegt, durchbrechen."
 
Übliches Vorgehen
Die Verwaltung wird, wie bei Vergaben üblich, die eingegangenen Bewerbungen sichten, auswerten und dem zuständigen Ausschuss einen Vergabevorschlag unterbreiten. Dabei wird die beauftragte Fachkanzlei beratend hinzugezogen.
 
Bitte rechtzeitig bewerben
Fest steht auch, dass Kuchlbauer, Hofbräu und Ottenbräu einen Platz zum Betrieb von Festzelten erhalten, sofern sie das fristgerecht bei der Stadt beantragen. Ein Anspruch auf eine konkrete Zeltgröße oder einen konkreten Standort jedoch besteht nicht. Ob die Abensberger Brauereien also weiter am Gillamoos teilnehmen wollen, liegt damit bei ihnen selbst.
 
Der Betrieb und die Organisation der Oidn Wiesn wird nach Ende der aktuellen Vertragslaufzeit ebenfalls ausgeschrieben.

 



Veröffentlicht von Ingo Knott, 23.10.2019
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