„Erfolgsmodell Wirtschaftsschule“

„Erfolgsmodell Wirtschaftsschule“

Staatliche Wirtschaftsschule in Abensberg entließ ihren 3. Abschlussjahrgang.

 

Sechs Jahre nach der Einführung der Wirtschaftsschule erhielt der mit 28 Schülerinnen und Schülern bisher stärkste Jahrgang das Zeugnis über den Wirtschaftsabschluss, der gleichbedeutend ist mit dem mittleren Schulabschluss. Alle Absolventen legten erfolgreich schriftliche Prüfungen in den Fächern Deutsch und Englisch sowie Betriebliche Steuerung und Kontrolle (BSK) und zusätzlich eine mündliche Prüfung in Englisch ab. Zehn Schülerinnen und Schüler schrieben eine Prüfung in Mathematik und 18 fertigten eine Hausarbeit für das Fach Übungsunternehmen an, legten dazu eine mündliche Prüfung ab und bewiesen ihre Kenntnisse in einer praktischen Prüfung.       

Schulleiter OStD Johann Huber nahm in seiner Ansprache Bezug auf den Spruch der Einladungskarte „Wenn du vor dem Berg stehst, wirkt er mächtig und unüberwindbar. Stehst du auf dem Gipfel, dann ist alles klein und überschaubar“. Huber zog dazu Parallelen zur Tour de France, dem wohl berühmtesten Radrennen der Welt. Als passionierte Radfahrer zeigte er die verschiedenen Etappen bis zum Ziel auf der „Champs-Elysées“ auf und untermalte dies mit eindrucksvollen Bildern. Auch die Absolventen hätten viele Etappen hinter sich bringen müssen und seien nun nach der vierjährigen Laufbahn alle 28 am Ziel im Aventinum angekommen und könnten sich hierfür feiern lassen.

Alle sind am Ziel angekommen
„Genießt euren Erfolg und erholt euch von den Strapazen. Ruht euch aber nicht zu lange aus, die nächsten Herausforderungen kommen und werden mit Sicherheit nicht einfacher“, sagte Huber. Ein weiser Spruch sage nämlich „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen“ und so beginne für alle jetzt schon die nächste Tour, sei es eine Berufsausbildung oder eine weiterführende Schule. Huber dankte abschließend Pfarrerin Barbara Dietrich, Kaplan Steffen Brinkmann und Religionslehrer Rudi Tuscher für die einfühlsame Gestaltung des Gottesdienstes sowie allen Lehrerinnen und Lehrern, die gute Arbeit geleistet hätten, um die heutigen Absolventen auf die Prüfungen zur Mittleren Reife vorzubereiten.

Stadt Abensberg wünscht Mut und Ausdauer
Die Glückwünsche der Stadt und des Schulverbandes Abensberg-Biburg überbrachte 3. Bürgermeisterin Gertraud Schretzlmeier. Sie erinnerte an die Mondlandung vor 50 Jahren. Damals hätten zwei Raumfahrer die Oberfläche des Mondes betreten, einer habe aber in der Raumkapsel bleiben müssen, sonst wäre eine Rückkehr zur Erde nicht möglich gewesen. Dieser dritte Mann stand nicht im Rampenlicht, sei aber genauso wichtig gewesen. Schretzlmeier wünschte den Absolventen Zuversicht, Mut und Ausdauer auf dem weiteren Lebensweg.

Bildung hat hohen Stellenwert
Stellvertretender Landrat Wolfgang Gural sagte, dass die Förderung der Bildung einen hohen Stellenwert im Landkreis genieße. Seit der Einführung der Wirtschaftsschule im Jahre 2014 habe man sich in jedem Schuljahr mit einem namhaften Gastschulbeitrag  an der Finanzierung der Einrichtung beteiligt, in diesem Jahr mit 154 700 Euro. Leitender Regierungsschuldirektor Franz Schneider freute sich, dass das Ansehen des Lehrers in der Gesellschaft wieder gestiegen sei. Das erste Kooperationsmodell, die Wirtschaftsschule wird gemeinsam vom Beruflichen Zentrum Kelheim und der Mittelschule Abensberg getragen, sei ein Erfolg. Schneider dankte dem Sachaufwandsträger und dem Netzwerk für die Unterstützung.

Feier im Aventinum
Nach Grußworten von Jürgen Eixner, Vorsitzender des Fördervereins, und Manfred Maier, Vorsitzender des Elternbeirates, folgte ein Rückblick über die vier Schuljahre in Bildern und eine launige Ansprache der Absolventen Nico Stanglmeier und Christian Michel. Nach der Zeugnisausgabe und der Ehrung der vier Prüfungsbesten blieb man bei angeregten Gesprächen noch länger in den historischen Räumen des Aventinums beisammen. Die Feier wurde von der Lehrerband, Werner Holzer und Simon Quoika, mit rhythmischen Songs eindrucksvoll aufgelockert.

Die Preise
Die Auszeichnung der besten Absolventen: Preis der Stadt Abensberg für den besten Schüler, überreicht durch Bürgermeisterin Gertraud Schretzlmeier, an Michaela Grim, Wildenberg. Preise für die Zweit- bis Viertbesten, gestiftet vom Förderverein und überreicht durch den Vorsitzenden Jürgen Eixner an 2. Annalena Schauer und 3. Magdalena Maier,  beide aus Abensberg, sowie 4. Simon Festl, Reißing.


 
Das Foto oben: Gesamtaufnahme mit Klassenlehrerin Schramm, Schulleiter Huber, Elternbeiratsvorsitzender Maier und Ehrengästen. Nochmals in der Galerie, plus der Bereichsleiter Schulen der Regierung von Niederbayern Franz Schneider.

Text, Fotos: Peter Hübl



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Veröffentlicht von Ingo Knott, 04.09.2019
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