Wirtschaftsschüler beeindruckt von "mittendrin!"

Wirtschaftsschüler beeindruckt von

Wirtschaftsschüler beeindruckt von "mittendrin!"

Die Klasse W7 der Abensberger Wirtschaftsschule hat die Fotoausstellung "mittendrin!" im Aventinum besichtigt. Dabei kamen entscheidende Fragen zum Wert des Menschen auf.

Ausstellungskurator Dr. Tobias Hammerl und die Abensberger Stadträtin und "mittendrin!"-Aktive  Marion Huber-Schallner begleiteten die Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Thema Inklusion auseinander setzen wollten. Und sie stellten ihnen Fragen - wer legt fest, wer als behindert gilt? Hammerl nahm einem Schüler die Brille ab - ist man dann schon behindert? Der Schüler empfand das nicht so. Aber: "Die Gesellschaft trifft die Entscheidung, wer behindert ist und wer nicht", so Hammerl. Dass dies nicht dem Menschen entspreche, der da beurteilt wird, wurde den Schülerinnen und Schülern schnell klar.

Marion Huber-Schallner, selbst auf den Rollstuhl angewiesen, stellte klar: "Ich fühle mich nicht behindert." Laut Gesellschaft sei sie dies aber. Schon allein, wenn man den Rollstuhl sieht - man ist eingeteilt, man ist "behindert" oder "normal". Und dann werden ja - Bayern will barrierefrei werden, die Staatsregierung hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt - reichlich Finanzen aufgewendet, für Lifte, Bordsteinabsenkungen, automatische Türen: Ist das nicht einfach zu teuer, fragte sich mancher Schüler. Dr. Hammerl gab ihnen den Gedanken an die eigene Oma mit - "Die ist über 70, die braucht nicht mehr in den zweiten oder dritten Stock im Museum? Eben doch. Wir sind alle Menschen und wir sind alle viel wert."

Mittelschul-Rektor Wolfgang Brey unterrichtet die Klasse W7 im Fach Religion und hat sie zur Ausstellung gebracht. Zuvor wurde das Thema im Unterricht behandelt.

Zum Foto: Die W7 mit Wolfgang Brey, Dr. Tobias Hammerl, Marion Huber-Schallner, Angelika Mandlik und Sabine Schramm.



Veröffentlicht von Ingo Knott, 22.04.2015
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