Hohe Verdienste um das Allgemeinwesen

Hohe Verdienste um das Allgemeinwesen

Hohe Verdienste um das Allgemeinwesen

Beim Jahresabschluss-Essen der Stadtverwaltung und des Stadtrats am Donnerstagabend (3. Dezember 2015) im Gasthof Jungbräu wurden verdiente Abensberger Persönlichkeiten für ihren Einsatz um die Stadtgesellschaft von Bürgermeister Dr. Uwe Brandl ausgezeichnet.

Die Goldene Verdienstmedaille der Stadt Abensberg ging gleich zweifach an das Ehepaar Heilmeier - sowohl Juliane als auch Max Heilmeier bringen sich seit über 40 Jahren aktiv in den Stadtverband ein. Sie ist seit 35 Jahren Beisitzerin, war vier Jahre Kassiererin wie ihr Gatte auch; er war dazu vier Jahre Beisitzer, bevor er seit 1984 als 2. Vorsitzender bis heute wirkt. Juliane und Max Heilmeier waren für die Betreuung der Gillamoos-Dirndlköniginnen zuständig - das sind mindestens 20 Termine jährlich, hinzu kommen die Gillamoos-Aktivitäten des Stadtverbands, bei denen sie auch organisatorisch mitwirkten. Jahrzehntelange waren sie auch Mitorganisatoren der Inthronisationsbälle, des Gardetreffens und des Faschingsdienstags am Stadtplatz, 20 Jahre auch zuständig für das Fahren und Begleiten der Prinzengarde - Juliane Heilmeier fungierte quasi als "Mutter des Prinzenpaares". Bei der Liedertafel Abensberg war sie 1989 Fahnenmutter. Max und Juliane Heilmeier prägten das Bürgerfest am Stadtplatz nachhaltig und waren nach der 650 Jahrfeier noch weitere zehn Jahre beim Stadtverband im historischen Teil des Bürgerfestes aktiv. Max Heilmeier wurde 1986 die Silberne Verdienstmedaille der Stadt Abensberg verliehen. Erster Bürgermeister Dr. Uwe Brandl überreichte gemeinsam mit Michaela Jahny die Medaillen, Urkunden und Blumen für die Damen.

Über 40 Jahre aktiv im Abensberger Stadtrat- das hat es bisher noch nicht gegeben, die Goldene Verdienstmedaille der Stadt Abensberg wurde ebenfalls an Hans Steiner überreicht. Er hat sich um die Kommunalpolitik hoch verdient gemacht und war vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 2014 Mitglied des Stadtrates Abensberg. Zudem hat er als Kreisrat von 1978 bis 2008 die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Abensberg vertreten. Der Freistaat Bayern hat ihn bereits mit der Kommunalen Dankurkunde und der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze geehrt, der Landkreis Kelheim ehrte ihn mit der Verdienstmedaille in Gold. Dazu kommt sein großes Interesse am Sport, insbesondere am Fußball: "Du hast aber nicht nur zugeschaut", so Erster Bürgermeister Dr. Uwe Brandl: Hans Steiner begann 1974 als Jugendspielgruppenleiter, seit 1983 wirkt er ununterbrochen als Kreisjugendleiter für den Fußballkreis Landshut. Für den TSV Abensberg war Steiner in der Bezirksliga aktiv und kümmerte sich über 33 Jahre lange um den Spielbetrieb der Alten Herren.

Ebenfalls die Goldene Verdienstmedaille der Stadt Abensberg wird Maximilian Guttenberger erhalten - er war an diesem Abend nicht zugegen. Maximilian Guttenberger war von 1990 bis 2014 Stadtrat und erhielt 2008 die Dankurkunde des Freistaats. Er trat 1961 in die Abteilung Leichtathletik des TSV Abensberg ein, war später Übungsleiter, auch bei den Basketballern und ist seit 1999 Erster Vorsitzender des immerhin größten Sportvereins im Landkreis Kelheim mit derzeit 14 Abteilungen und rund 2.200 Mitgliedern. Unter seiner Leitung wurde auch die Sanierung der TSV-Mehrzweckhalle durchgeführt. Seit einem Jahr leitet er die Senioren-Gymnastikgruppe. Er springt ein, wenn Not am Mann ist und hat ab 1996 viele Jahre lange mit Traudl Schretzlmeier die Abensberger Spielwoche organisiert. Seit 2009 ist er zudem 2. Vorsitzender des Kneippvereins und bietet wöchentlich von Juni bis August kostenlos Qi Gong am Schwefelschwammerl an. In der Flüchtlingsarbeit führt er ehrenamtlich Deutschkurse durch.

Die Silberne Verdienstmedaille der Stadt Abensberg überreichte Bürgermeister Dr. Brandl an Monika Faltermeier, die seit 2000 ehrenamtlich in der Bücherei Abensberg tätig is, seit 2009 im Leitungsteam. Sie ist vielfältig aktiv und kümmert sich um die Personalverwaltung, den Büchereinkauf oder die Beratung der Leser. Zudem war sie bei Kolping aktiv, u.a. drei Jahre als Schriftführerin.

Die Silberne Verdienstmedaille ging an Ingrid Mattes, die ebenfalls in der Bücherei ehrenamtlich tätig ist. Sie begann 2004 und als 2009 die Leiterin überraschend kündigte, wurde von ihr im Leitungsteam die EDV übernommen. Sie ist jeden Freitag anwesend, besucht Schulungen und katalogisiert alle gekauften Medien. Frau Mattes organisiert Ausstellungen und Treffen der Kreisarbeitsgemeinschaft.

An Siegfried Knöfler ging ebenfalls die Silberne Verdienstmedaille. Er ist seit seiner Jugend in verschiedenen Vereinen von Pullach federführend aktiv. Siegfried Knöfler brachte sein praktisches Können, sein Engagement und sein Organisationstalent beispielsweise bei der Sanierung des Pullacher Pfarrhofes, der Errichtung des Feuerwehrhauses und den verschiedenen Jubiläumsfeiern , Gründungsfesten und Fahnenweihen ein. Seit seiner Jugendzeit in der Landjugend bis zu seinem Mitwirken in der Kirchenverwaltung, die heuer erst die Sanierung des Kirchturmes durchführte, war seine wichtigste Aufgabe die Führung der Freiwilligen Feuerwehr, die er 24 Jahre lang als 1. Vorsitzender führte.

Den Abend eröffnete die Personalratsvorsitzende Melanie Schmid, die sich mit ihrer Rede dankbar zeigte - gegenüber ihren Kolleginnen und Kollegen, mit denen Teamarbeit möglich sei, dankbar aber auch, in einer Stadt mit einem derart großen kulturellen und gesellschaftlichen Angebot zu leben. Auch, weil das Wort Ehrenamt in Abensberg beileibe kein Fremdwort sei; dankbar um die Spielwoche, die Spielplätze, die familienfreundliche Politik. Dankbar auch um Brigitte Schaller, die sich zum Jahresende als Leiterin der Volkshochschule in den Ruhestand verabschiedet - sie bleibt als Freundin.

Ebenfalls das Ehrenamt sprach Stadtrat Simon Steber (ABBA) an: "Hauptstadt des Ehrenamts" sei Abensberg, die Stadt wäre eine andere ohne die, die sich einsetzen. Gerade angesichts der Asylsituation zeige sich das in aller Deutlichkeit. Die Stadtverwaltung lobte er für ihre "überdurchschnittliche Arbeit", die zudem Grundlage für die Arbeit des Stadtrats sei. Er appellierte, künftig im Stadtrat wieder geschlossener an einem Strang zu ziehen. Dennoch: "In den überwiegenden Fällen war die Arbeit im Stadtrat von Kollegialität geprägt." Ein paar mehr friedvolle Weihnachtsgefühle würde er sich allerdings durchaus auch unterm Jahr wünschen.

Erster Bürgermeister Dr. Uwe Brandl erinnerte an ein "ereignisreiches, rasantes, abwechslungsreiches Jahr", das von internationalen Themen überlagert worden ist. Attacken auf die Stadtverwaltung - gerade in Sachen Abwasser - seien nicht der Vernunft geschuldet und wer auf den Wasserpreis schaue und mit anderen Kommunen vergleiche, der dürfte mehr als zufrieden sein. In Kelheim gebe es derzeit Diskussionen um 3,50 Euro, "wir sind weit unter zwei Euro." Nach langen und intensiven Vorbereitungen seien in 2015 die Zuschläge für Studienmöglichkeiten der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg am Standort Abensberg erfolgt, ebenso die Zusage der Industrie- und Handelskammer, in Abensberg präsent zu werden. Auch die Wirtschaftsschule wird mit neuen Räumlichkeiten ab Februar 2016 nochmals aufgewertet. Im Umweltschutz sei Abensberg aktiv und erfolgreich.

Als Ziele für 2016 nannte Brandl die Erhöhung der Informationsdichte für die Bevölkerung, die Dorfentwicklung insbesondere in Arnhofen und natürlich in Offenstetten, die Breitband-Versorgung, den 3. Bauabschnitt der Sanierung des Aventinums und das große Thema Asyl. Am Ende seiner Rede betonte er, er werde 2017 wieder als Bürgermeister in den Wahlkampf ziehen. In diversen Medien war in den letzten Wochen spekuliert worden, ob ihn die Kreis-CSU in das Rennen um den Landrats-Wahlkampf schickt, der in 2016 ansteht.

Die Küche des Jungbräu servierte an diesem Abend fleischlose Menüs für Vegetarier und - das war dann doch die überwiegende Mehrzahl - Hallertauer Rinderschmorbraten. Die beliebte Abensberger Musikband "D'Notenquetscher" spielte wie stets passend und wunderbar auf.

 

Im Foto die Geehrten mit Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und Michaela Jahny von der Stadtverwaltung. (Nicht im Bild Max Guttenberger, der an diesem Abend in Berlin weilte.)

 



Veröffentlicht von Ingo Knott, 04.12.2015
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