Ein "Savus" und viel Schüchternheit

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Ein "Savus" und viel Schüchternheit

Die syrischen Asylbewerber, die in Abensberg leben, werden von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern betreut und unterstützt und fühlen sich gut in der Stadt aufgenommen. Sie haben schlimme und schlimmste Erfahrungen in ihrer Heimat und auf dem Fluchtweg gemacht.

Und da ist es kein Wunder, dass sie vor allem eines brauchen - Frieden. "Wir sind glücklich", sagt einer der jungen Männer in englischer Sprache. Glücklich über den Frieden, den sie nun zumindest für einige Zeit finden; glücklich, weil es in Abensberg einen Kreis an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gibt, der sich um sie kümmert; glücklich, weil sie bei Begegnungen mit Abensbergern auf freundliche Menschen stoßen.

Die Asylbewerber sind zwischen 18 und 50 Jahre alt, sie sind vor Gewalt und Tod geflohen, haben schmerzhafteste, traumatische Erfahrungen machen müssen, haben enge Verwandte verloren. Sie sind Azubis, die ihre Lehre abbrechen mussten, ehemalige Fabrikanten, denen Grund und Boden zerbombt worden ist, Sportlehrer, Damenschneider, Studenten - und sie würden gerne etwas an die Stadtgemeinschaft zurück geben. "Wir wollen arbeiten", lässt die Gemeinschaft ihren Englisch-Kundigsten erklären. Ein "Servus" gib es obendrein, es klingt zwar leicht leicht verfremdet, wie "Savus", aber es liegt viel Herzlichkeit auch darin.

Christina Kranz-Kohl und Katrin Koller-Ferch kündigten an, dass die Asylbewerber für den Musiksonntag am 19. April syrische Spezialitäten zubereiten und auch Kochkurse bei der VHS geben wollen. Auch ein Arabisch-Unterricht steht in Aussicht. Eventuell gibt es weitere Tätigkeitsfelder in der Kommune, das wird derzeit noch geprüft. Die Asylbewerber selbst werden in Deutsch unterrichtet.

Nach den syrischen Asylbewerbern werden nun zehn Asylbewerber aus dem Kosovo erwartet.

Zum Foto: Am Donnerstag (16. April 2015) waren die Asylbewerber zu Besuch bei der Feuerwehr Abensberg.



Veröffentlicht von Ingo Knott, 16.04.2015
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