„Mir san heit auf Wolke Sieben“

„Mir san heit auf Wolke Sieben“

„Mir san heit auf Wolke Sieben“

Die Adventsfeier des Seniorenbeirates war sehr gut besucht; rund 200 Seniorinnen und Senioren ließen sich von Musik, Geschichten, Theater und dem Heiligen Nikolaus mitsamt Krampus unterhalten. Der Besuch des Theaterteams Wally Günther und Vroni Steiner als zuckrig-hysterisches Engerl-Duo riss alle von den Sitzen.

Karl Ruhstorfer war sehr zufrieden mit dem Ansturm - gut 200 Leute waren der Einladung des Ersten Vorsitzenden des Abensberger Seniorenbeirates gefolgt und kamen am letzten Freitag (27. November) am frühen Nachmittag in den großen Saal des Gasthofs Jungbräu. Kaffee und Weihnachtsgebäck wurden serviert und zur musikalischen Unterhaltung spielten passend dezent die Abensberger Musikanten Anneliese Bauer und Wolfgang Degner auf.

Ruhstorfer begrüßte die erschienen Seniorinnen und Senioren, die evangelische Pfarrerin Barbara Dietrich sowie Kaplan Steffen Brinkmann, ebenso den Ersten Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, dessen Weihnachtsgeschichte mit Gelächter und Applaus belohnt wurde. Mit dabei auch der 2. Bürgermeister Dr. Bernhard Resch und die Generationenbeauftragte der Stadt Abensberg, Katrin Koller-Ferch.

Auch der Nikolaus - Ruhstorfer selbst - und ein traditionell wenig vergebungsfreudiger Krampus alias Wolfgang Vielweber streiften durch den Saal - am Ende verteilten sie gratis Nikoläuse aus Schokolade, bis dahin aber galt es, dem frechen Maxerl auf der Bühne die Leviten zu lesen. Der war nämlich das Sorgenkind im Hause, „Mama“ Wally Günther und „Papa“ Peter Meier erzählten am Mittagstisch von ihren Nöten mit dem Bub, bis ihn schließlich der Krampus in seinen Sack packte. Aber - gemach! Der Nikolaus hatte ein Einsehen, und Alexander Steibl, das Maxerl eben, konnte wieder Frischluft schnappen.

Nach dem Theater ist vor dem Theater, insbesondere in Abensberg, wo es viele aktive Theaterleute gibt. An Evi Bartos vom Vorstand des Seniorenbeirates war es daher, den Auftritt der zwei blitzartig einfallenden Engerl zu verkünden - Wally Günther und Vroni Steiner kamen in unverwechselbarem Outfit daher, weiß gewandet, jede mit süßen Engelsflügelchen ausgestattet, nur eine mit Heiligenschein („Meiner is in der Reinigung“), beide krachig, mitreißend und so witzig, dass die jahrzehntelange gemeinsame Bühnenerfahrung und der Spaß an der Freud’ deutlich wurden. Auf der Bühne schauten sie mit dem Fernglas auf Abensberg - „Do mogst vui schaun, aber Omschberg hat scho die schönste Beleuchtung. Und ned nur des!“ Nicht nur anhand des Applauses konnten beide engelsgleichen Damen verkünden: „Mir san heit auf Wolke Sieben!“

Und das stimmte wohl - am Ende verteilten der Heilige Nikolaus und Kollege Krampus Schokonikoläuse und der Nachmittag klang ganz gemütlich und mit guten Gesprächen langsam aus.

Unser Foto zeigt das Engerlduo Steiner/Günther.



Veröffentlicht von Ingo Knott, 02.12.2015
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